StartBedarfsermittlung zur Errichtung einer Gesamtschule im Landkreis Wolfenbüttel

Bedarfsermittlung zur Errichtung einer Gesamtschule im Landkreis Wolfenbüttel

Marcus Bosse
11. Dezember 2007 0 Kommentare

Die CDU Kreistagsfraktion lehnt es ab, den Elternwillen zu erfragen, ob im Landkreis Wolfenbüttel der Bedarf an einer Gesamtschule besteht. Diese Aussage belegt, dass die CDU im Landkreis Wolfenbüttel nicht daran interessiert ist, ob Eltern für ihre Kinder eine weitere Schulform im Bildungsangebot aufgenommen haben möchten. Frank Oesterhelweg äußert schlichtweg die Unwahrheit mit der Behauptung, die Gesamtschule ersetze nach dem Willen der SPD eine andere Schulform, ja, er sehe die drei Gymnasien in Wolfenbüttel gefährdet. Der Antrag der SPD Kreistagsfraktion bietet jedenfalls keinen Anlass für eine derartige Behauptung. Tatsache ist, dass der niedersächsische Ministerpräsident Wullf die Kriterien für die Einführung einer Gesamtschule selbst öffentlich gemacht hat. Eine Gesamtschule könne dort eingerichtet werden, wo es bisher keine Gesamtschule gibt, sowie die Eltern und der Schulträger eine Gesamtschule haben wollen. Dem Landkreis Wolfenbüttel, als Schulträger für eine solche Schulform, erwächst aus diesen vom Ministerpräsidenten geäußerten Kriterien geradezu eine Verpflichtung, den Elternwillen zu erfragen. Auf nichts anderes zielt der Antrag der SPD Kreistagsfraktion. Es verwundert schon erheblich, wenn die CDU im Landkreis Wolfenbüttel die Gesamtschule als zusätzliches Angebot von vornherein ablehnt. Der SPD im Landkreis ist es wichtig, nach vorangegangener Information der Eltern, diese zu befragen, ob die Gesamtschule gewünscht wird. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wollen die Eltern keine Gesamtschule, wird es diese auch nicht geben. Aber die Eltern haben das Recht, sich dazu zu äußern. Das ist eine demokratische Selbstverständlichkeit und geht nicht an der Realität vorbei, Herr Oesterhelweg.


Quelle:

Wolfenbüttler Schaufenster: „Gesamtschuldiskussion geht an der Realität vorbei“

Braunschweiger Zeitung: „Die Gymnasien nicht gefährden“

Wolfenbüttel, den 6. Dezember 2007:




Deutscher Schulpreis: Qualität setzt sich gegen CDU-Ideologie durch



Pressemitteilung Nr. 15-394 vom 10.12.07

Die SPD-Fraktion gratuliert der Robert-Bosch-Gesamtschule in Hildesheim zum 1. Platz beim Deutschen Schulpreis.

?Erneut hat sich gezeigt, dass Gesamtschulen für die größtmögliche Qualität schulischer Bildung stehen?, sagte die schulpolitische Sprecherin Ingrid Eckel. ?Mögen die Ewiggestrigen in Reihen der CDU auch weiterhin ihren Kampf gegen erfolgreiche Konzepte führen ? die Fakten sprechen ein deutliche Sprache.?

Angesichts der Situation im Bildungsbereich wäre es laut Eckel dringend notwendig, dass die schwarz-gelbe Landesregierung ihre ideologischen Scheuklappen endlich ablegt und den Elternwillen ernst nimmt. ?Leider hat die CDU-Fraktion null Ideen, wie die Bildungspolitik im Land endlich den Erfordernissen der Zeit angepasst werden kann. Außer lauwarmen Wahlkampfversprechen des Ministerpräsidenten und heilloser interner Zerstrittenheit ist von der CDU zu diesem Zukunftsthema nichts zu vernehmen. Es ist unredlich, dass Busemann sich einerseits stolz bei der Verleihung in Berlin freut und gleichzeitig in Niedersachsen verhindert, dass das Errichtungsverbot für Gesamtschulen aufgehoben wird.? Eckel verwies darauf, dass der Minister am kommenden Mittwoch im Plenum für den Gesetzentwurf der SPD und damit für die sofortige Aufhebung des Errichtungsverbotes für Gesamtschulen stimmen kann. ?Es ist rational nicht erklärbar, warum die CDU weiterhin eine erwiesenermaßen erf
olgreiche Schulform in Niedersachsen verbieten will.?

Unter den 10 nominierten Schulen befinden sich außerdem die Integrierte Gesamtschule List (Hannover) und die Laagberg-Schule (Wolfsburg), eine Grundschule, in der ebenfalls integrativ unterrichtet wird.



 

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