SPD-Unterbezirk Wolfenbüttel reagiert mit Unverständnis und Sorge auf die Nicht-Beachtung Sigmar Gabriels

Bild: SPD
 

Marcus Bosse äußert sich zur Ressortverteilung

 

Nachdem bekannt wurde, dass der hiesige Bundestagsabgeordnete und amtierende Außenminister Sigmar Gabriel im künftigen Bundeskabinett kein Ministeramt übernehmen soll, regt sich unter den SPD-Mitgliedern der Region Widerstand gegen diese Entscheidung. Der Unterbezirksvorstand hat deshalb am (gestrigen) Donnerstag einen Beschluss gefasst, der aussagt, Sigmar Gabriel anstelle von Martin Schulz für das Amt des Außenministers vorzusehen.

 

Bezüglich des möglichen Eintritts der SPD in eine erneute große Koalition werden alle SPD-Mitglieder befragt.

„Martin Schulz hat in den vergangenen Monaten mehrfach betont, dass er in kein „Kabinett Merkel" eintreten werde. Sofern er nun das Amt des Außenministers übernehmen sollte, wäre das sehr unglaubwürdig. Einen solchen Schritt können wir nicht mittragen", so der Vorsitzende des Wolfenbütteler SPD-Unterbezirkes Marcus Bosse. Deutlich wurde auch die stellvertretende Unterbezirksvorsitzende Susanne Fahlbusch: „Den amtierenden Vizekanzler und anerkannt agierenden Außenminister Sigmar Gabriel aus der Regierung auszuschließen, halte ich für einen Fehler. Wo bleibt Niedersachsen im künftigen Kabinett?"

Bosse prognostiziert spannende Wochen für die Sozialdemokraten: „Angesichts dieser mehr als fragwürdigen Personalentscheidung und der allgemeinen Stimmung in der SPD bin ich derzeit nicht überzeugt, dass die Mitgliederbefragung ein Votum für den Eintritt in eine Koalition ausspricht.“

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Der Beschluss des SPD-Unterbezirksvorstandes zum Nachlesen PDF 283 KB
 
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